Unter dem Label MONOS erscheinen kleine Fotobücher des Architektur Raumburgenland. Die Wortbildmarke MONO verweist auf den monographischen-  also einer einzigen Sache, einem Ort, einem Gebäude, einem Architekten, einem Phänomen –  gewidmeten Inhalt der Reihe. Jedes dieser kleinen Bücher im Format 17 x 17 cm hat etwa 20 Seiten Umfang und wird zwischen 20 und 30 Fotografien haben. Es ist daran gedacht, dass unterschiedliche Fotografen und fotografierende Architekten ihre Sicht auf die pannonische Welt in der MONO Reihe zum Ausdruck bringen können. Jedes MONO wird durch einen Essay eingeleitet und damit in einen diskursiven Kontext gebracht. Im Laufe der Zeit sollen die MONOS das breite Spektrum der gebauten Welt des pannonischen Raumes in Themen fassen; eine Art PIXIE- Buch – Reihe der Gegenwartsarchitektur.

Abandoned: Verlassen, aufgegeben, stillgelegt, aufgelassen, der Betrieb eingestellt. So stellt sich jener einst schöne Streckhof dar, kurz bevor ihm – wie vielen anderen seines Gleichen – das Schicksal ereilt, in Form von Abbruch, Auslöschung, Vernichtung. Jedes burgenländische Dorf setzte sich früher aus sogenannten Streckhöfenzusammen, Mann an Mann, in unendlicher Gleichförmigkeit. Unendliche Abfolgen von geschlossenen Häuserzeilen – bestehend aus weiß gekalkten, meistens zweifenstrigen, übergiebelten Hausfronten und großen Toreinfahrten – bildeten hierzulande früher einmal Dorflandschaften von unfassbarer Schönheit und Harmonie. Man kann sagen, dass der Streckhof die wichtigste Erfindung des burgenländischen Dorfes war. Laut Statistik Burgenland gibt es im Land nur noch etwa 15.000 Wohneinheiten, die als Streckhof errichtet wurden. Viele Streckhöfe sind heute ungenutzt. Verfall, Abriss oder ungeeignete, entstellende Renovierungen sind die Folgen. Vielen Menschen scheint der Verlust dieser kulturellen Leitobjekte des Landes leider gleichgültig zu sein: Die alten Streckhöfe verfallen vor unseren Augen. Heute finden wir in der burgenländischen Hauslandschaft nur noch Streckhoffragmente vor. Die meisten Häuser haben bereits die Prozesse der schrittweisen Zerstörung durchlaufen. Sie sind dadurch fast flächendeckend zu hässlichen, gesicht- und geschichtslosen, unbewohnbaren Ruinen geworden. Schlimmer ist nur noch eines, nämlich der Totalverlust. Das Verschwinden der typologischen Sensation Streckhof ist leider beinahe abgeschlossen. Die Uhr tickt.

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Ich wünsche einen schönen Tag!

The missing poem is the poem.

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©2019 Architekt Klaus Jürgen Bauer

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